Die USA in einem Pubertätskonflikt … ?

jetzt muss ich wohl in meinem 72. Lebensjahr plötzlich noch einmal darüber nachdenken, wie es wohl in meiner Schulzeit war auf dem Schulhof, wenn Rabauken ihre angeblich dicken Muskeln ausprobieren mussten, weil sie sonst nicht wussten, wie sie mit ihrer angeblichen Kraft umgehen sollten. Ihre Zielscheiben waren fast ausschließlich angeblich Schwächere, die dann mit ihrem Intellekt sich wehren mussten.

Herr Grenell, seines Zeichens Botschafter der USA in Deutschland, führt sich hier auf wie ein Elefant im Porzellanladen. Sein Empathieempfinden muss wohl noch geringer sein als dass einer Amöbe.

Solche Banausen übersehen nur immer wieder, dass äußerliche Stärke meist nur darauf hindeuten, dass betreffende Spezies nicht unbesiegbar sind. Dicke Muskeln waren noch nie der Beweis für wahre Stärke. Das hat schon Goliath erfahren, als er David gegenüber stand. In besonders krassen Fällen wurden sie auch als Schwanzlose Ballons bezeichnet, denen man ohne weiteres einfach einmal die Luft entziehen musste.

Oh Mann, wie ich solche aufgeblasenen Großmaulfrösche verachte. Ist ja auch nicht besonders schwer bei einem Boss wie Donald Trump, der Abrissbirne der US-Politik.

Jetzt habe ich mich heute früh um 3 Uhr vor die Kiste gesetzt (senile Bettflucht mal wieder), um endlich mal wieder den FIWUS zu beackern, aber um aus der Politik vernünftige Berichte zu bekommen, kann man das Internet ja inzwischen vergessen. Hier ganz besonders die Google-News, aber auch die anderen Portale, die sich anmaßen, Informationen zu verbreiten. Ist übrigens inzwischen bei News noch nicht einmal mehr Boulevard. Der ehemals ernsthafte Beruf des Journalisten ist ganz gewaltig auf dem absteigenden Ast. Wenn ich mir nicht von Anfang an “Prantls Blick” aus der Süddeutschen abonniert hätte, würde ich z.B. dieses Meinungsbild nie zu sehen bekommen. Ich steh nun mal auf Standpunkte. Andererseits hat man bei vielen Beiträgen und Artikeln das Gefühl, sie sind nur halb fertig und die Autoren trauen sich nicht, ein echtes Ende zu setzen.

Hingeschaut – Nr. 1

Dies ist eine neue Kolumne, die mir eigentlich schon viel früher hätte einfallen müssen, aber was spät kommt, muss ja nicht unbedingt schlecht sein.

Alles muss in Deutschland eine Hausnummer und/oder Begrifflichkeit haben.

Heute ist es erst mal der Begriff “Inklusion” und darüber soll jetzt in der Regierung neu abgestimmt werden, wie mir eine Mail von Betroffenen mitteilte, welche mir heute in den Computer flatterte.

Change.org

 

Hallo Jonny,

 

schon Anfang Dezember 2016 soll das Bundesteilhabegesetz in 2. und 3. Lesung im Bundestag verabschiedet werden. Am 24.11.2016 tagt die Arbeitsgemeinschaft der Großen Koalition zum Thema.

Auch wenn es einige wenige Verbesserungen geben soll, stecken in dem neuen Gesetzentwurf große Gefahren. Besonders skandalös: Menschen mit Behinderung sollen sich künftig ihre Hilfspersonen auch für intimste Bereiche teilen. Außerdem will der Gesetzgeber die Menschen aus Kostengründen lieber im Heim versorgen lassen, als im eigenen Zuhause.

 

Die 10 größten Mängel haben wir hier für Sie zusammengestellt.

 

Rufen Sie die Abgeordneten unter den unten stehenden Nummern an. Machen Sie auf die Mängel aufmerksam. Wenn Sie nur Mitarbeiter erreichen: kein Problem. Bringen Sie Ihre Kritik trotzdem an. Wenn tausende Menschen anrufen, wird ihre Stimme nicht ungehört bleiben.

 

Kerstin Griese, SPD – +49-30-227-72680

Uwe Schummer, CDU +49-30-227-73484

Kerstin Tack, SPD + 49-30-227-73-194

Katja Mast, SPD +49-30-227-79755

Prof. Dr. Matthias Zimmer, CDU +49-30-227-73-321

Karl Schiewerling, CDU +49-30-227-77538

Astrid Freudenstein, CSU +49-30-227-73837

 

Sobald Sie jemanden erreicht haben, dokumentieren Sie das Gesprächsergebnis bitte hier, sodass andere nach ihnen, bei den jeweiligen Abgeordneten noch einmal nachhaken können.

 

Jetzt kommt es auf uns alle an.

Bitte greifen Sie jetzt zum Telefon!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, 

Constantin Grosch und Raul Krauthausen

Leider muss man für solche Selbstverständlichkeiten heutzutage echt kämpfen und deswegen hier im FIWUS die Veröffentlichung. Ob es hilft, wird sich herausstellen.

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Der nächste Punkt bereitet mir persönlich doch einiges an politischen Schmerzen, denn nachdem sich Angela Merkel ziemlich auffällig dazu entschlossen hat, 2017 noch einmal als Kanzlerkandidatin anzutreten, sehe ich für die nächsten 4 Jahre Deutschland nicht besonders begeistert in die nähere Zukunft. Dieser Entschluss wird diesem Land garantiert nicht gut tun. Schon die letzten 12 Jahre ihrer “Politik auf Sicht” wird ihre Scheuklappen nicht einfach verschwinden lassen. Die ‘grausige Tatsache’ des wachsenden Einflusses der AfD wird sich noch steigern und wenn die ersten CDU/CSU-Granden dann auf diese Linie umschwenken, dann “Gnade uns der Leibhaftige” … ich weiß – ist ein wenig dick aufgetragen.

Und jetzt komme ich zum Kern dieser Tatsache, denn es läuft ja wieder auf eine GroKo hinaus und dann bekommen wir für die nähere Zukunft einen Buchhändler aus Brüssel aufs Auge gedrückt.

Er wird als möglicher Kanzlerkandidat und als neuer Außenminister gehandelt – möglicherweise auch in Personalunion.

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Als sogenannter Neuanfang in der SPD ist dieser Herr für mich DIE krasseste Fehlbesetzung und der Todesstoß für diese Partei, was ja meines Erachtens nicht das Schlechteste wäre. Nur was kommt dann? Deutschlands Wiedereinstieg in den Faschismus?

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Kommen wir jetzt zu der angestrebten Rentenreform, welche den kommenden Wahlkampf ganz eindeutig noch beflügeln wird.

Am Abend werden die Koalitionsspitzen erneut über Nachbesserungen in der Rentenpolitik beraten. Finanzstaatssekretär Jens Spahn (CDU) mahnte, dabei unhaltbare Versprechen zu geben. „Ich warne sehr davor, dass wir jetzt große Milliardenpakete ins Schaufenster stellen“, sagte er im ZDF-Morgenmagazin. Das Versprechen etwa eines wieder höheren Rentenniveaus von 48 oder 50 Prozent würde zu Milliardenbelastungen der jüngeren Generation führen.

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Schon diese Aussage von Jens Spahn zeigt die Verlogenheit der politischen Klasse gegenüber den Betroffenen, denn für Rentnerinnen und Rentner, aber auch die Erwerbstätigen soll es immer nur die billigste Lösung geben, während sich die Herrschaft in der Regierung und ebenso im Parlament sich ungeniert selbst bedienen, jahrein – jahraus.

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Und zu schlechten Schluss noch etwas ganz und gar nicht lustiges von der AfD.

Die AfD nennt sich basisdemokratisch, und das Prozedere bei der Wahl der Landesliste NRW erscheint auch erst einmal so. Es wurden sogar eigens Delegierte gewählt, Vertreter der Parteibasis, die auf Wahlparteitagen entscheiden sollen, welche Männer und Frauen für den Landtag kandidieren sollen.

 

Der Chat auf Whatsapp enthüllt nun jedoch, wie die Wirklichkeit aussieht: Bei den Wahlparteitagen – zwei waren schon, in Soest und Werl, der nächste findet an diesem Wochenende in Rheda-Wiedenbrück statt – geht es nicht um die freie Entscheidung des Delegierten. Die Beiträge künden von Gehorsam, Proporz und Disziplin. Die Delegierten mutieren dabei zu lenkbarem Stimmvieh unter den geheimen Regieanweisungen der Gruppe, die sich aus Landesvorständen und Funktionären der mittleren Parteiebene zusammensetzt. Man müsse die Delegierten „bei der Stange halten“, fordert einer der Strippenzieher ungeniert. Er will vermeiden, dass sie „aus dem Bauch“ entscheiden.

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Unter Demokratie verstehen viele dann doch etwas anderes.

Trau – schau – wem

Der deutsche Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Edward Snowden vor dem – NSA-Untersuchungsausschuss – aussagen darf und soll, was bisher von der GroKo vehement verhindert wurde und jetzt bleibt nur die Frage der wirklichen Sicherheit für den mit Verhaftung bedrohten Zeugen. Kann man in solchen Situationen Regierungen wie der unsrigen denn trauen? – Soweit, wie ich diese schmeißen kann, schon.

Es ist ja nicht von ungefähr so, dass Herr Snowden sich in Acht nehmen muss, denn ihn erwartet als sogenannter Landesverräter in den USA nicht nur eine lebenslängliche Strafe im Gefängnis, sondern möglicherweise sogar die Todesstrafe. Und dann besitzt dieser Mensch sogar die Frechheit, sich beim Erzfeind der USA, nämlich in Russland zu verstecken.

Snowden darf also zum Untersuchungsausschuss geladen werden!
Ätsch, Merkel!
Übrigens: Dem SPIEGEL ist das laut
meiner Suchanfrage keine Meldung wert. Wen wunderts?
Weiß noch gar nicht, wie ich das verpacken soll.
Hab beispielsweise ein wenig (paranoide?) Angst, dass die neuen beiden Busenkumpel einen Deal aushandeln, der sich als Kaninchenfalle für Snowden manifestieren könnte.

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Der FIWUS hat da natürlich auch mal recherchiert, aber vom Spiegel weit und breit KEINE Spur von Nachricht. Schon merkwürdig. Und noch merkwürdiger ist, dass der BGH schon am 11.11.16 diese Entscheidung gefällt hat und die jetzt erst auftaucht in verschiedensten Käseblättern.

Braucht die Bundesregierung inzwischen Schutz vor Nachrichten dieser Art?

Betrachtet man diese ganzen Umstände, möchte man ganz laut schreien: “Edward, halte erst mal die Füße still, diese Herrschaften in Berlin werden Dir absolut keinen warmen Willkommensgruß senden.”

Inzwischen muss man aber tatsächlich den Verdacht haben, der NSA-Skandal hat nichts mehr mit dem politischen Berlin zu tun. Es soll wohl alles unter den Teppich gekehrt werden und die mehr als erhebliche Gefahr für Edward Snowden soll wohl von deutschen Amtsstuben aus gehen. So was nennen DIE übrigens Staatsräson. Ich persönlich scheiße ja auf solche Aussichten, denn sie bestätigen doch nur, dass diese Herrschaften im politischen Berlin gar nicht mehr selbst entscheiden und schon überhaupt nicht mehr in UNSEREM Namen.

Edward Snowden MUSS geschützt werden vor der US-Justiz, denn er ist ein wirklicher Held.

Gastbeitrag: Wichtiges Urteil – Ablehnung einer Beratungshilfe nur mit Begründung

„Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat in seinem Beschluss (Aktenzeichen: 1 BvR 1849/11) klargestellt, dass ein Antrag auf anwaltliche Beratung nach dem Beratungshilfegesetz (Beratungsschein) nicht durch die mündliche Aussage eines Rechtspflegers abgelehnt werden darf. Vielmehr muss über den Antrag förmlich entschieden werden…“

Bundesverfassungsgericht: Mündliche Ablehnung eines Antrag auf Beratungsschein reicht nicht aus

07.07.2015

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat in seinem Beschluss (Aktenzeichen: 1 BvR 1849/11) klargestellt, dass ein Antrag auf anwaltliche Beratung nach dem Beratungshilfegesetz (Beratungsschein) nicht durch die mündliche Aussage eines Rechtspflegers abgelehnt werden darf. Vielmehr muss über den Antrag förmlich entschieden werden, um dem Gebot der Rechtsschutzgleichheit zu genügen. Darüber hinaus ist es laut BVerfG unzumutbar, auf eine Beratungsstelle der Behörde, gegen die Widerspruch eingelegt werden soll, zu verweisen.

Amtsgericht erklärt Beratung für erfolgt, obwohl diese nicht durch einem Anwalt erfolgt ist

Im konkreten Fall hatte eine Frau beim Amtsgericht einen Berechtigungsschein für eine anwaltliche Beratung nach dem Beratungshilfegesetz beantragt. Sie wollte mit anwaltlicher Hilfe Widerspruch gegen die Ablehnung ihres Antrags auf Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung einlegen. Der Rechtspfleger beim Amtsgericht sah jedoch offenbar keine Notwendigkeit, den beantragten Beratungsschein auszustellen und entschied auch nicht förmlich über den Antrag. Stattdessen wies er die Frau mündlich darauf hin, dass sie bei der Rentenversicherung Widerspruch einlegen oder sich an die Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherung wenden solle.

Daraufhin legte die Frau „Erinnerung, hilfsweise Beschwerde“ beim Amtsgericht ein und führte dabei konkret aus, warum sie Widerspruch erheben wolle. Zudem klärte sie über ihren Gesundheitszustand auf, der sie daran hindere, den Widerspruch ohne anwaltlichen Beistand einzulegen. Die Richterin beim Amtsgericht wies die Erinnerung dennoch zurück. Die Beratungshilfe sei nicht durch den Rechtspfleger abgelehnt, sondern durch seine Ausführungen gewährt worden. Die Angelegenheit sei damit erledigt.

Bundesverfassungsgericht: Beratungsschein hätte vom Amtsgericht erteilt werden müssen

Die 1. Kammer des Ersten Senats des BverfG bewertetet das Vorgehen des Amtsgericht jedoch als rechtswidrig. „Das Amtsgericht hätte den beantragten Berechtigungsschein erteilen müssen“, heißt es in einer Mitteilung. „Das Amtsgericht durfte nicht davon ausgehen, dass sich das Beratungshilfebegehren aufgrund der Hinweise des Rechtspflegers erledigt hat, da die Beschwerdeführerin ausdrücklich einen Beratungshilfeschein für die Konsultation eines Rechtsanwalts beantragt hatte.“

Zudem müsse über eine Antragsablehnung stets förmlich entschieden werden, um dem Gebot der Rechtsschutzgleichheit zu genügen. Eine mündliche Aussage reiche nicht aus. Darüber hinaus sieht es das BVerfG als unzumutbar an, die Frau auf die Beratungsstelle der Behörde zu verwiesen, gegen die der Widerspruch eingelegt werden soll. (ag)

Quelle

Ja, und ? Bei der Verbreiterung des Risses durch die Gesellschaft konnte schon seit längerer Zeit zugesehen werden.

Genau das wurde auch getan: Zusehen, wie sich die Spaltung etabliert – vergrössert und verbreitert – wie der entstehende Riss immer mehr auseinander klafft. Dies registrieren, immer wieder, mit den Schultern zucken, weiter gehen, und den eigenen Anspruch durchsetzen, dass das sich vermehrende Elend genauso zunehmend vor den eigenen Augen verborgen wird. Schliesslich hat der Leistungserbringer, der noch auskömmlich arbeitende Mensch, das dringende Bedürfnis danach, diesen Anspruch durchzusetzen. Er will eine heile Welt, wenn er aus seiner stressenden Leistungswelt hervortritt. Weiterlesen „Ja, und ? Bei der Verbreiterung des Risses durch die Gesellschaft konnte schon seit längerer Zeit zugesehen werden.“

Die unvollkommene Zeit

Es ist jetzt 6:15 Uhr und mein Aufwachen war heute von Brechreiz gekennzeichnet. Mir war und ist auch jetzt noch zum kotzen übel. Da setzt man sich nicht so einfach hin und schreibt, was auch immer und über wen auch immer. Ich habe zuvor die letzten 30 Minuten zwei Artikel gelesen, die mir bei der morgendlichen Nachrichtenlektüre eigentlich sofort ins Auge fielen und meinen Denkapparat anregten.

Der erste Artikel handelt von einem Fundstück, der zweite von Verbreitung von Nachrichten. Beide Artikel zusammen geben jetzt den Grundstock für diesen Beitrag im FIWUS.

Da ich selbst aus der Filmbranche komme, kam ich nicht umhin, mich für den Beitrag über den Fund einer alten Winchester 73 zuerst zu interessieren. Die Geschichte dahinter ist aber noch nicht geschrieben, denn sie wird sich in den Köpfen der Leser und Leserinnen in unzähligen Variationen abspielen, wie der berühmte Film von Anthony Mann mit James Stewart in seiner wichtigsten ‘Nebenrolle’, da das Gewehr ja die Hauptrolle in diesem Film spielt. Ich persönlich habe diesen Film erst viele Jahre später zum ersten mal gesehen, aber mein erstes Filmerlebnis, 1954, war ebenfalls ein Film mit James Stewart in der Hauptrolle, vom gleichen Regisseur. Ich selbst war damals 6 Jahre alt und dieses erste Filmerlebnis hat mein ganzes weiteres Leben geprägt. Dass ich überhaupt in einem Film damals, der erst ab 12 Jahre frei gegeben war, rein kam, habe ich meiner Mutter zu verdanken, welche mich damals in diesem Film mit nahm. Aber diese Geschichte wird noch an anderer Stelle im FIWUS veröffentlicht.

Ich komme jetzt ganz unvermittelt zum zweiten Artikel, den ich heute Morgen gelesen habe, obwohl es ganz sicher wichtigere Nachrichten gibt, die mich aber sofort mehr als nur lang weilten, denn diese lese ich täglich in verschiedensten Portalen.

Vor 235 Jahren begann das, was die ehrwürdige Zürcher Zeitung in ihrer Erstausgabe vom 12. Januar 1780 „die Beschleunigung der Pränumeration“ nannte, die Herausgabe eines Blattes mit Tagesnachrichten. „Es wird uns zwar, so wie anderen Zeitungs=Schreibern, nicht möglich sein, die Weltbegebenheiten früher anzuzeigen, als sie geschehen sind; oder, als sie auswärtige Zeitungen der Welt berichten. Aber doch haben wir Anstalten getroffen, vermittels der besten Französischen, Englischen, Italienischen, Holländisch= und Deutschen Zeitungen, und auch durch zuverlässige Privat=Correspondenz die Nachrichten immer so bald zu erhalten, und in unsere Zeitungen einzurücken, als es andere von unseren Nachbarn thun können.“ Das ist umständlicher formuliert als das bekannte „All the news that’s fit to print“, mit dem die New York Times im Jahre 1851 an den Start ging, aber weitaus ehrlicher. Denn Nachrichten waren zunächst einmal Nachrichten, die in anderen Zeitungen standen und übernommen wurden. Man hatte ja kein Internet, das alle darüber aufklären konnte, wie alle von allen abschreiben. Wie Tom Standage in seiner Geschichte über „Das Viktorianische Internet“ launig erzählt, machten sich bereits die ersten Telegraphen in ihrer Community darüber lustig, dass alle dieselben Nachrichten morsten.

Quelle: Hier weiterlesen

Hal Faber, der Kolumnist einer Technikseite, schafft den Sprung von der Vergangenheit ins Jetzt absolut mühelos, denn er lebt nun mal in beiden Welten, genau wie ich selbst. Darum sind für mich auch beide Artikel heute wesentlich wertvoller, als sämtliche aktuellen Nachrichten. Sie verbinden Vergangenheit und Gegenwart und lassen eine Menge Spielraum für Interpretationen, besonders im Kopf.

Mein eigenes Leben wird durch ganz andere Einflüsse ‘befruchtet’, da der FIWUS ja kein Nachrichtenportal ist, auch wenn hin und wieder aktuelle Nachrichten in die Beiträge einfließen. Schon seit Weihnachten 2014 ist der nachfolgende Abschnitt in Arbeit, aber eben noch nicht abgeschlossen, bis heute:

Es weihnachtet ganz fürchterbar. Eigentlich wollte ich jetzt schon seit Tagen über meinen Familienzuwachs etwas schreiben, aber die kleine Dani ist noch nicht reif für die Öffentlichkeit. Wir können uns zum Teil nur schwer an einander gewöhnen und mein Part ist insofern schon wesentlich leichter, denn ich kann mich auf Tiere jeglicher Art ein stellen. Ich habe mich inzwischen nach 4 Jahren ohne Hund schon wieder daran gewöhnt, mit Hund zu leben.

Dani ist 10 Jahre alt und ihre Prägung ist schon ziemlich intensiv. Was sie so in ihrem Hundeleben durchmachen musste, entzieht sich meiner Kenntnis. Sie ist immer noch sehr ängstlich, auch nach inzwischen 4 Wochen und es wird wohl noch Monate an dauern. Autos zum Beispiel sind ein Horror für sie und da liegt auch die Gefahr, dass sie, wenn sie ohne Leine ist, mal von einem erwischt wird.

Ich habe sie inzwischen auch schon mal ohne Leine laufen lassen, aber es ist halt jedes mal ein Vabanque-Spiel, denn ich kann sie nicht ein fangen, dass lässt mein Körper nicht zu. Aber sie weiß inzwischen schon, wo sie zuhause ist, nur sie dann auch ins Haus zu bekommen, bedarf eine Unmenge an Geduld.

Wenn sie frei läuft, ist sie wohl ein zeit lang in meiner Nähe und sie gibt dann zum Teil richtig Gas und rast über die Rasenflächen in unserem Wohngebiet. Dann aber nach einiger Zeit, wenn ich dann pfeife, weil ich sie ja nicht immer sehen kann, kommt sie erst ein mal nicht und sie weiß ganz genau, dass sie damit Mist baut und erwartet irgend wie, dass sie bestraft wird. Kommt aber bei mir so nicht in Frage, da ich ja nichts von ihrem Vorleben weiß.

Wenn ich es dann wieder geschafft habe, sie in die Wohnung zu bekommen, ist sie erst mal nur ein Häufchen Elend, denn sie erwartet wohl, dass ich sie bestrafe, nur tue ich ihr diesen ‘Gefallen’ garantiert nicht.

Wichtig ist für mich, dass sie 100% Vertrauen zu mir auf baut, aber all dass wird noch eine ganze Weile dauern. Auch merke ich natürlich, dass sie immer wieder gegen die Leine angeht und versucht, mich aus zu tricksen, aber dass wird natürlich immer schwerer für sie, denn solche Tricks kenne ich von meinen anderen Hunden zu genüge.

Heute hat sie, nur als Beispiel, ein Auto, dass etwas lauter und schneller fuhr, regelrecht attackieren wollen und auch an gekläfft. Vor solchen Gefahren werde ich sie wohl immer schützen müssen, denn ihre alte Prägung ist einfach zu stark.

Vor einigen Tagen hatte ich Dosenfutter gekauft und einen kleinen Teil davon unter ihr normales Trockenfutter gemischt, was sie auch relativ schnell mit großem Appetit verdrückt hat. Nur am nächsten Tag hatte sie dadurch Durchfall und sie hat es wohl angezeigt, aber ich habe es zu diesem Zeitpunkt nicht deuten können und sie hat in die Wohnung gemacht.

Natürlich war dies kein Problem für mich und ich könnte es schnell entfernen und auch den Geruch, denn selbst rieche ich ja nichts mehr durch meine Parkinson-Erkrankung. Beim nächsten Mal werde ich aber ihre Anzeigen erkennen und so sofort reagieren können.

Aber schon allein dadurch, dass ich jetzt wieder eine Verantwortung habe und zu jeder Tages- und Nachtzeit mit ihr raus muss, hat mir wieder einen Schubs gegeben und mein bisheriges Leben der letzten 4 Jahre erheblich und zum Positiven verändert.

Jetzt hat es Dani doch noch in den FIWUS geschafft, denn das Meiste war ja schon geschrieben.

Tag für Tag das gleiche Elend … beim Schreiben

Kurz, knapp und präzise soll ein Beitrag im Internet sein, höre und lese ich immer. Aber der FIWUS ist nun mal kein Schmierblatt wie die BLÖD-Zeitung, die ja auch inzwischen ihre Konkurrenten mit diesem Virus angesteckt hat. Überhaupt, man kann, wenn man immer nur auf die Aktualität schielt, niemals sich selbst und schon gar nicht den Lesern seiner Seite gerecht werden, wenn man auf allen Wegen der schreibenden Zunft zuhause sein will. Und man sollte, so gut es geht, die heute ja ach so aktuellen sozialen Medien wie Facebook und ähnliche meiden, denn die fressen vergeudete Zeit, welche dann zum schreiben fehlt. Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden, von denen wir mindestens 6 Stunden ja auch schlafen müssen. Weiterlesen „Tag für Tag das gleiche Elend … beim Schreiben“