Freies in Wort und Schrift

Lesen gefährdet die Dummheit

Archiv für den Monat “August, 2010”

Die Monster der Zukunft

Langeweile resultiert für mich aus Bildungsresistenz, wer sich bildet, hat immer Ausweichmöglichkeiten allein schon im Denken. Natürlich kann das nicht allgemeingültig sein, aber das Grundprinzip stimmt für mich. Wer schon als Kind von Bildung ferngehalten wird, lernt nie die vielen Facetten menschlichen Handelns kennen, ob direkt oder auch nur theoretisch. Mir persönlich hat lesen immer geholfen, auch in Zeiten, in denen ich selbst Scheiße gebaut habe, denn die Scheiße wollte ich auch bauen.

28. Mai 2010, 21:04 Uhr Kamp-Lintfort Jugendlicher soll Obdachlosen aus Langeweile getötet haben Von Julia Jüttner Nach dem gewaltsamen Tod eines Obdachlosen im niederrheinischen Kamp-Lintfort hat das Gericht Haftbefehl gegen zwei mutmaßliche Täter erlassen – einem wird Mord vorgeworfen. Ermittler erklärten, die 16-Jährigen hätten aus Langeweile gehandelt. Hamburg – „Es gibt mehrere denkbare Varianten, wie dieser obdachlose Mann ums Leben kam“, hatte ein Polizeisprecher vor der Festnahme der mutmaßlichen Täter gesagt. „Dass er zu Tode gejagt wurde, gehört zu den grauenvollsten.“ Selbst dieser grausame Gedanke ist offenbar zu steigern: Die Polizei geht nun davon aus, dass der wohnungslose Klaus B. sterben musste, weil sich vier Schüler langweilten.

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Meine eigene Vergangenheit hätte nicht prägender sein können, aber da Gewalt in meiner Kindheit schon ein ständiger Begleiter war, gab es eigentlich nur zwei Alternativen: entweder wurde ich selbst gewalttätig oder aber ich ging den schwereren Weg. Ich für mich hatte und hab mich für den Zweiten entschieden., das heißt aber nicht, ich bin jetzt ein Heiliger geworden.

Ich bin jetzt knapp 63, ausrangiert und auch ausgebrannt. Aber ich bin auch wütend. Und das hilft mir, weiterzuleben und weiterleben zu wollen.

Heute morgen stellte ich wieder mal fest, das mein ganzes Leben von Angst bestimmt wurde und auch noch bestimmt wird. Und das äußert sich auch körperlich, als wollte mich mein Körper bestrafen, so wie ich früher als Kind für jeden Scheiß, aber auch für konkrete Vergehen bestraft wurde. Früher war es dann brutalste „Züchtigung“ mit einer neunschwänzigen Katze, heute sind es Hautausschläge.

Ich nehme erst mal eine Kurzform, eine Art Steno des Lebens.

Kinderheim (2Jahre), Erziehungsheim (3 Jahre), Knast (3,5 Jahre), bis zum 16. Lebensjahr Bettnässer. Seit meinem 6. Lebensjahr ständig von zuhause abgehauen, nachts in Trümmergrundstücken geschlafen, in Kaufhäusern geklaut (hauptsächlich Spielzeug), die Schule war mir ein Greuel wegen der darin herrschenden „Ordnung“ und Hierarchie.

Das klingt für viele, als wäre ich Anarchist, aber das ist auch nur ein Teil der „Wahrheit“. Auch wenn alles noch unstrukturiert klingt, denke ich doch, das mit der Zeit eine Art Struktur reinkommt.

Ich konnte mit 7 Jahren schon lesen und da ich zuhause jede Menge Literatur angefangen von Readers Digest über Werke der Weltliteratur (Goethe, Schiller, Dumas, Zola u.a.) bis zum Playboy fand, stand einem „Reisen in die Illusion“ nichts im Wege, außer vielleicht meine Eltern, wenn sie mich erwischten, wie ich las, während ich z.B. Hausaufgaben machen sollte oder sonst irgendeine Arbeit, die für mich „reichlich vorhanden“ war. Dann setzte es meistens Prügel. Aber auch daran kann man sich ja praktisch „gewöhnen“. Nur wenn jetzt irgendwer denkt, ich wäre vielleicht zu einem Masochisten geworden, dann täuscht er oder sie sich ganz gewaltig.

Mein ständiges „Aufbegehren“ gegen alles und jeden sagt da etwas ganz anderes, schon immer. Auch meine „Fluchten“ sprechen dabei eine ganz eigene Sprache.

Wenn ich mich z.B. in Träume flüchte, so bin ich doch meist stark und durchsetzungsfähig, aber nicht immer. Auch in meinen Träumen muss ich Niederlagen einstecken, aber sie sind dann einfach hinnehmbar und ertragbar.

Ich erinnere mich noch gerne an den Tag in der Schule, ich war acht Jahre alt und wurde ständig von einem Typen, der etwas älter und grösser war, geärgert und rumgeschubst.

Eines Tages kam ein anderer Junge zu mir, er hatte wohl Mitleid und sagte mir, wie ich mich wehren sollte. Er erklärte mir, wenn ich das nächste Mal mit dem Typen zusammentreffe und er wieder anfangen sollte, dann müsse ich hochspringen, richtig hoch, laut schreien und dann zuschlagen. Er erklärte mir auch, warum. Es ging um den Überraschungsmoment.

Und das tat ich dann auch und danach wurde ich von diesem Typen, aber auch von anderen in Ruhe gelassen, denn plötzlich hatten sie Angst vor mir.

Wenn ich heute was über meine Eltern schreibe, bzw. sie beschreiben soll, so gibt es nur wenige Worte dafür.

Meine Mutter war gefühlsmäßig so kalt wie ein Kühlschrank (obwohl ich da auch Einschränkungen machen muss). Und mein „Vater“ war ein Sadist.

Meinen richtigen Vater hab ich nie kennengelernt, ich weiß nur, das er Amerikaner war und schon vor meiner Geburt wieder verschwand. Aber das alles wusste ich bis zu meinem 20. Lebensjahr nicht. Nur geahnt habe ich immer, das mit mir irgendetwas nicht stimmt.

Aufgewachsen bin ich, immer hin- und hergeschoben zwischen meinen Großeltern und meinen Eltern, in ständiger Unsicherheit. Wenn ich also heute unter einer Sozialphobie mit Panikattacken leide, so führe ich das hauptsächlich darauf zurück. Und meine Attacken haben erst vor 5 Jahren angefangen, wahrscheinlich auf Grund des fortschreitenden Alters aus Zukunftsangst.

Gelebt habe ich in verschiedensten Extremen, entweder ganz oben, aber auch immer wieder mal ganz unten. Zwischen meinem 18. und 23 Lebensjahr lebte ich auch zeitweise auf der Straße, wie ein Penner. Und wenn ich mal wieder Geld in der Tasche hatte, war Halligalli angesagt.

Gearbeitet habe ich 20 Jahre bei Film und Fernsehen, die letzten 8 Jahre bis 1992 als Kameramann. Zum Film kam ich indirekt durch den Regisseur Werner Herzog, den ich während eines Aufenthaltes im Gefängnis wegen Wohnsitzlosigkeit bei einer Vorführung eines seiner Filme dort ansprach und der mir Hilfe anbot. Und am 2. Dezember 1970 stand ich dann vor seiner Wohnungstür in München. Er öffnete mir auch weitere Türen.

Angefangen hab ich im Synchronstudio über Tonassistent zum Tonmeister, dann Kameraassistent, auch habe ich geschnitten und produziert. Gelernt habe ich viel und lange, auch Disziplin.

Aber kein Typ wie ich schwimmt immer nur obenauf, denn auf einmal war es schlagartig vorbei, auch drängte mich meine letzte Frau, besser irgendetwas zu arbeiten, als auf neue Aufträge zu hoffen und sie hatte aus ihrer Sicht natürlich recht, denn der Alltag musste ja bezahlt werden.

Ich wechselte 1992 in die IT, also zu Computern, denn da hatte ich mich schon seit 1983 damit befasst, zuerst mit dem Brotkasten (für Nichtkenner der C-64) dann mit einem Atari ST und seit 1988 mit dem M$-PC.

Zuerst arbeitete ich mit diverser Software (hauptsächlich Textverarbeitung), dann stieg ich um auf Hardware, Support und Administration.

Bis 2002, da lief mein letzter Arbeitsvertrag aus, war ich auch weiterhin Freiberufler. Und seitdem schlag ich mich mit winzig kleinen Aufträgen so gerade durchs Leben, ansonsten lebe ich von Sozialhilfe, die jetzt Hartz IV heißt.

Verdient habe ich in den 10 Jahren gut, aber ich hatte auch eine „anspruchsvolle“ Frau, und so ist bis auf den wenigen Besitz, den ich jetzt noch habe, nichts übriggeblieben. Meine Frau fährt einen 2001er Mercedes (es fragt sich nur, wie lange noch, obwohl ich ja eigentlich nicht nachtragend sein sollte). Aber ich bin ja auch selbst dran schuld, ich hätte einfach bestimmte Dinge nicht zulassen dürfen.

Ich stand mein ganzes Leben unter Druck.

Als Kind durch meine Eltern, in der Schule durch die Lehrer. Und ich versuchte immer gegen diesen Druck anzukämpfen. Durch Ungehorsam, durch Widerrede, durch Aufsässigkeit, durch Weglaufen, durch Diebstahl, durch Pornohefte, durch Flucht aus der Realität (Bücher, Kino, Fernsehen).

Auch habe ich gegen Ende der 60er Jahre eine Zeitlang gekifft, aber das hab ich dann doch relativ schnell wieder gelassen. Auch mit Saufen hab ich es probiert, es aber auch sehr schnell wieder aufgegeben. Das einzige, was ich bis heute nicht aufgeben konnte, ist das Rauchen.

Was bleibt mir eigentlich noch vom Rest meines Lebens???

Keine Angst, dies ist kein Abschied, denn ich habe trotz der miesen Lagen, in denen ich schon war, noch nie in meinem Leben Selbstmordgedanken gehabt und habe auch nicht vor, jetzt damit zu beginnen. Denn dafür bin ich zu neugierig, könnte ja was versäumen. Und wäre es nur ein guter Film.

Und trotz dieser Vergangenheit bin ich kein Monster geworden.

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Die ‘Freiheit’ des Nachrichtenspiegel-Online ist keine Freiheit

Wie soll man sich verhalten, wenn man auf einer ’offenen Plattform’ etwas kommentieren möchte und dieser Kommentar ganz einfach gelöscht wird, weil er nicht in das Weltbild des Kommentierten passt?

Hier erst mal der Beitrag, den ich kommentieren wollte.

Hier lesen

Mein nachfolgender Kommentar bezog sich auf den Beitrag selbst sowie die Kommentierenden.

  1. Jonny Beyer sagt:
    Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.
    18. August 2010 um 03:35
    Ich finde es beachtlich, wie ein paar Hansel hier Politik spielen und sich immer weiter im Kreis drehen. Nur – davon wird einem nur schwindlig, aber Lösungen kommen so bestimmt nicht zustande.

Demokratische Spielregeln habe ich doch etwas anders im Kopf, was hier betrieben wird, ist für mich eindeutig krankhaft psychotisch und müsste eigentlich klinisch behandelt werden.

Und ich selbst habe diese Seite mit aus der Taufe gehoben. Ich schätze mal, mein Ausscheiden war die einzig richtige Konsequenz, bevor ich auch in der Klappsmühle lande, denn dieser Herr Eifelphilosoph gehört dort eindeutig für mich hin. Bedauerlich ist für mich, dass einige der anderen Autoren dies noch nicht bemerkt haben.

Das hohe Ross der Philosophie

Eigentlich war ich bisher immer der Meinung, Philosophie vermittele ganz konkrete Werte. Jetzt wurde ich eines Besseren belehrt. Mein Weltbild hat sich mit dieser Erkenntnis gewandelt. Rede ich mir wenigstens ein. Aber was ich mir einrede, kann ich auch wieder revidieren. Wenn ich zu einer besseren Erkenntnis komme. Ich selbst bin kein Philosoph, ich bin nur ein Mensch, der gelebt hat.

Klar, ich lebe wohl immer noch, aber es ist wohl eher ein Existieren denn leben. Nur verstehe ich unter Leben das Wahrnehmen von Realitäten und nicht das Hindrängen zu Utopien. Damit kann ich mich beschäftigen, wenn ich die entsprechende Literatur lese.

In der Philosophie (griechisch φιλοσοφία philosophía, wörtlich „Liebe zur Weisheit“) wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu deuten und zu verstehen.

Und Sterndeuter versuchen den Stand der Sterne zu deuten und damit das menschliche Schicksal zu beeinflussen. Was Weisheit bedeutet, wage ich erst gar nicht zu beschreiben, denn ich vermute einmal, dass diese genau so oft vorkommt, wie es Sterne am Himmel gibt.

Kerngebiete der Philosophie sind die Logik (als die Wissenschaft des folgerichtigen Denkens), die Ethik (als die Wissenschaft des rechten Handelns) und die Metaphysik (als die Wissenschaft der ersten Gründe des Seins und der Wirklichkeit).

Mich persönlich muss wohl die Metaphysik getroffen haben, als ich mich, geblendet von Worten und Ausdrucksweisen, mit einem Philosophen ‘einließ’, denn als ich bemerkte, dass die Logik sich bei ihm schon verabschiedet hatte und die Ethik sich als ein Hirngespinst herauskristallisierte, war es fast zu spät, aber nur fast.

Philosophen gibt es wohl wie Sand am Meer, so scheint es mir jedenfalls, denn die meisten stellen Regeln auf, die für sie selbst natürlich nicht gelten können, da sie ja darüber schweben. Je kleiner das Subjekt ist, dass Fragen stellt, umso höher dünkt sich der Philosoph. Der Philosoph braucht den Zuspruch von Außen, den Zuhörer und Applaus Spender. Darum kann er, solange er ‘erhört’ wird, auch Scheiße zum Philosophiethema machen. Nur ist dies dann mit humanistischen Werten eigentlich nicht mehr zu vereinbaren.

Für mich soll Philosophie Werte vermitteln, die ‘richtigen’ Wege aufzeigen und nicht nur auf die ‘falschen’ hinzuweisen. 95% der Menschheit hat gelernt, was gut und böse ist. Diese ‘Regeln’ haben sich im Laufe der Zeit gebildet und wurden verfeinert, aber auch pervertiert. Nur nannte sich nicht jeder sofort Philosoph, der diese Regeln für richtig erkannt hatte.

So hegte etwa der griechische Philosoph Platon bereits vor mehr als zwei Jahrtausenden Zweifel an dem Bild, das der Mensch von sich selbst und von der Welt entwickelte. In seinem berühmten Höhlengleichnis[1] reflektierte er unter anderem die begrenzte Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit des gewöhnlichen Menschen.

Allein schon der Begriff “gewöhnlicher Mensch” sagt für mich sehr viel aus. Worin unterscheidet sich der ‘gewöhnliche’ vom ‘ungewöhnlichen’ Menschen? Braucht der Mensch wirklich solche Unterscheidungen, um existieren zu können? Unterscheidungen sind niemals zufällig, sondern immer wertend und ich vertrete die Ansicht, Wertungen sind negativ. Wer wertet, versucht sich über andere zu erheben. Auch das ist negativ.

Auch ich bin nicht frei von diesen negativen Einflüssen. Aber ich nenne mich auch nicht Philosoph. Ich bin Mensch. Ich mache Fehler, sogar mehrfach. Aber ich bemühe mich auch, andere zu verstehen, nicht zu Hundert Prozent, aber doch so im Großen und Ganzen. Durch die vermeintliche ‘Bekanntschaft’ mit einem Philosophen erhoffte ich mir zusätzliche Lebensqualität und Erkenntnis. Nun bin ich wieder um eine Erfahrung reicher.

Das Ergebnis dieser Erfahrung lautet: Nenne deinen eigenen Kopf Platon und wenn du glaubst, du bekommst von ihm falsche Antworten, dann hör auf deinen Bauch und umgekehrt.

Philosophen sind Menschen, ob sie besser Denken, sei dahin gestellt. Oft können sie einfach nur besser formulieren.

Zitatenquelle

Der Freizeit-Nazi

Die Idee zu diesem Beitrag entstand, als ich mir vor kurzem auf ARTE den Film „Blues Brothers“ wieder einmal zu Gemüte führte.

Blues Brothers bei Wikipedia

In diesem Film werden auch amerikanische Nazis gezeigt in all ihrer Dämlichkeit.

Ich will auch hier jetzt nicht die psychologischen Hintergründe beleuchten, die einen Menschen zu solch einer Ideologie treibt, dazu bin wiederum ich zu dämlich.

Aber ich habe Phantasie und die darf man ja bekanntlich auch nicht unterschätzen. Also male ich mir aus, wie dieser ‚Freizeit-Nazi’ sich so im normalen Leben verhalten könnte.

Zuerst sollte man mit der Vorstellung aufräumen, solche Menschen sofort erkennen zu können. Tatsache ist, sie leben unter uns und niemand sieht ihnen ihre Ideologie von außen an. Sie sind zum Teil Meister der Tarnung, weil sie auch genau wissen, wenn ihre Gesinnung ans Tageslicht kommt, haben sie einen schweren Stand innerhalb ihres sozialen Umfeldes.

Was noch hinzu kommt, ist ihre Feigheit. Die zwingt sie, sich mit Tarnnamen anonym zu offenbaren. Besonders in der Internetwelt. Und genau dort ist inzwischen ihre Spielwiese.

Und allein, in ihrem Kämmerlein, dort können sie ungestraft und ungehindert ihrer Neigung nachgehen. Wenn sie wie Hitler aussehen wollen, brauchen sie sich nur vor den Spiegel zu stellen und mit einem schwarzen Kamm können sie das Bärtchen imitieren oder die Arme zum Gruß hochreißen, niemand beobachtet sie dabei, außer dem unschuldigen Spiegel. Ganz Findige haben sich über Jahre einen Kostümfundus zugelegt, den können sie dann in aller Ruhe vor dem armen Spiegel zum Einsatz bringen.

Diesen Freizeit-Nazi darf man mit dem gewaltbereiten Skinhead in seiner Kampfkluft oder den ganz offen Auftretenden braunen Parteien nicht in Zusammenhang bringen, die Unterschiede sind wie die Entfernung von der Erde zum Jupiter. Wie schon erwähnt, der Freizeit-Nazi ist feige, denn er könnte ja selbst was abbekommen.

Aber in seiner verschlossenen Bude ist er der große Führer und Hassprediger, seine Kanzel ist das Internet. Dort kann er in jeglicher Form die Sau raus lassen und jede von außen kommende Reaktion verstärkt seinen Hass noch mehr. Und er findet Gleichgesinnte, so, als wären sie nur eine Tür weiter wohnhaft.

Freizeit-Nazis sind lästig, sie nerven, aber niemals offen und ehrlich. Aber sie verpesten auch das Internet, und das nervt mich besonders, aber viele andere ‚normal Denkende’ auch.

Immer wieder höre ich, ich sollte diese Typen einfach ignorieren, Aber das ist so, wie wenn ich die gemeine Stubenfliege ignorieren soll, die mich daran hindert, einzuschlafen. Nagut, dann muss ich halt doch eine Fliegenklatsche bereit halten. Grrrrrrrrr

„Sehe ich Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“

Der Satz stammt nicht von mir, sagt aber gerade in der heutigen Zeit, mit diesen Problemen behaftet, mehr als ein „Lebensgefühl“ aus. Ich bin umzingelt von politischen Vollpfosten.

Jede Regierung ist erst mal auf Machterhalt aus. Als nächstes kommt die Klientel der jeweiligen Parteien, hier kommt in erster Linie die monetäre Lobbyarbeit zum tragen. Wer gut schmiert, der gut fährt. Immer vorgeschoben wird die Internationalität der nationalen Beschlüsse. Nur die sg. „Weltgemeinschaft“ schert sich einen Dreck, denn wenn es ans Eingemachte geht, ist sich ja doch erstmal jeder selbst der Nächste.

Seit knapp acht Monaten ist jetzt eine neue Konstellation von Regierung in diesem Land am Nicht-Herrschen, sondern fast ausschließlich am Dilettieren. In dieser Zeitspanne wurde die Währung des €uro-Raumes auf das Massivste angegriffen von der eigenen Klientel dieser Regierung. Und was passiert mit diesen Verbrechern? Nichts.

Die Stimmung in diesem Land tendiert immer mehr zur Resignation. Das heißt für mich aber auch, der sg. „Souverän“, auch als Wähler tituliert, hat die „Klamotten“, wie schon Koch, Köhler und Lafontaine, einfach hingeschmissen und das Gehirn abgeschaltet.

Doch damit spielen sie der Lumpenelite, die sich nur noch am vollstopfen sind, einfach in die Hände. Soll diese Lumpenelite einfach alles an sich reißen, ohne Gegenwehr?

Auf die Gewerkschaften kann man sich nicht mehr verlassen. Die zaghaften Statements der Herren „Obergewerkschafter“ sind inzwischen so lächerlich wie die „Versprechen“ der Dünnschißpartei, auch FDP genannt. Und gerade von denen kommt der Anspruch auf eine „geistig-politische Wende“ in diesem Land.

Haben wir eigentlich alle um uns herum nur noch mit Vollpfosten zu tun? Ich selbst bin auch kein sg. „Leithammel“, dazu fehlen mir zu viele Voraussetzungen, aber ich kann immerhin zum Nachdenken anregen. Was ich hiermit tue.

Ich habe auch nur viele Fragen, keine Lösungen, habe aber ein weit offenes Ohr für Vorschläge, wie es mit diesem Land weitergehen soll. Alle, die noch nicht lobotomiert sind, sind aufgerufen, sich am Nachdenken zu beteiligen.

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