Freies in Wort und Schrift

Lesen gefährdet die Dummheit

Archiv für den Monat “Mai, 2012”

Sparen mit Griechenland und Dichter lächerlich machen.

Sparen, und die Menschlichkeit hat abdanken müssen,
sie war zu teuer.

Sparen – und die anderen Länder sagen, dass
die Zustände für Migranten keinem Standard entsprechen.
Doch Standard ist teuer, kostet nicht vorhandene Euros
in einem Europa, das abgesichert werden muss –
mehr und mehr, gegen aussen –
gegen die anderen in der Welt.
Also verlangen die anderen mehr Absicherung der Grenzen
von Griechenland.
Sparen – und das Absichern der Grenzen ist zu teuer,
das Absaufen lassen der andümpelnden Flüchtlinge
kostet echt Geld…

Unmenschlichkeit ist auch nicht immer eine wohlfeile
und billige Lösung. Allerdings ist sie langfristig gesehen
billiger als Menschlichkeit und Mitgefühl.
Sparen – und Grausamkeiten zulassen, Versklavung offenen
Auges einrichten – wissen darum und behaupten, es sei nicht
wahr, aber notwendig.

„Was gehen uns die anderen an? – Jeder ist seines Glückes
Schmied. – Wir halten uns heraus, dann kommen wir in nichts
hinein. Wir haben uns das verdient, wo es uns noch gut geht.
Da kann man nichts machen, es gibt immer oben und unten,
Gutes und Schlechtes. Gott hat es so gewollt…“ Die üblichen
Redensarten ablassen, und das war es dann.

Nur ein Dichter dichtet wieder und wird verdammt, wegen seiner
Vergangenheit, die eine der vielen wäre, wenn die Menschen
wahrhaftiger mit sich selber umgehen würden. Verdammt, weil er
versucht, den Finger in heutige Wunden zu legen, die gerne mit
bunten Pflästerchen aus angeblicher Hilfe und Lobhudelei verdeckt
werden sollen.
Während der Dichter versucht, den Zwangsfaschisten von damals,
den verschwiegenen Zyniker in Anteilnahme zu verwandeln, wobei
er etwas Farbe von den Pflästerchen angekratzt hat – wollen andere,
dass er wieder schweigt. Wenigstens soll er lächerlich gemacht werden,
alt genug ist er, schwurbelig schreibt er, Tabuthemen berührt er.

Warum geht er damit nicht in die Spielwiesen im Internet – in die
abgezirkelt vorbereiteten Laufställchen sozialer Medienangebote, wo
er unter Gleichgesinnten wohlabgeschirmt keinen öffentlichen
Wirbel verursachen würde?
Nein, das Unbequeme, egal unter welchem Namen, wird einfach
abgetan, preisgegeben, das will man ernsthaft nicht haben. Es macht
den angesagten Aufschwung lächerlich, und entlarvt die ewigen
Sonntagsmahnungen in Bezug auf die Menschenrechte hin zur
Kabarettnummer.
Lächerlich aber darf der Dichter sein, Politiker und
ihre angesagten Unmenschlichkeiten verwahren sich gegen eine
solche Zumutung.

Wo der wählende Bürger nur noch als lästiges Hindernis für die
lukrativen Vorhaben gilt, hat ein Dichter auch fast keine Chance
mehr. Poesie wird verboten, Liebe ist schon fast abgeschafft,
Freundschaft ist virtuell und selbstbezogen, Mitmenschlichkeit
ist im Untergrund, die Menschenrechte sind auf der Flucht vor der
Verlogenheit ihrer Beschwörungen. Was für eine Welt ! – Da ist fast kein Raum mehr für Dichter.

Und doch! – Wie Löwenzahn zwischen bröckelndem Beton kämpfen
sich Poeme hervor, bricht sich Poesie mühsam aus harter Seelenkrume
und stützt sich mit dünnen krallenden Versen wie Efeu an der Hauswand.
Armes Deutschland, wenn es das wieder niederreden und zertreten will.
Zu allen Zeiten waren es die Leidenden, die Beschädigten, die Zerrissenen
und Zweifelnden, die innerlich Heimatlosen, die Verfemten, die oft in
ihren Schriften einen Weg des Ausdrucks für das suchten, was in ihnen
emporquoll aus der Tiefe ihres Denkens.
Die Anderen aber, sie wollen nichts merken, nichts spüren, nichts wissen,
und versuchen, alles auszulöschen, was diesem Nichts im Wege ist.

Und wir?
Wollen wir wieder einmal dabei mitmachen?

http://diefreiheitsliebe.de/antirassismusantifaschismus/30-lager-fur-die-illegalen-einwanderer

http://www.welt.de/newsticker/news3/article106381093/CDU-Politiker-Krichbaum-Guenter-Grass-nicht-mehr-so-ernst-nehmen.html

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2288888/Guenter-Grass-laesst-Griechenland-Gedicht-unkommentiert.html

 

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Facebook und die ‘Wissenschaft’

Wissenschaft ist ja für mich eigentlich was positives, denn sie schafft Wissen, was mir mit meinem Bildungsstand eigentlich immer wieder fehlt. Aber es kommt auch vor, dass mich Veröffentlichungen aus dieser Welt doch gehörig irritieren. Was heutzutage so alles untersucht wird, ist meiner Meinung nach so weltfern, dass man aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr rauskommen kann, wie hier in der SUEDDEUTSCHEN.

Der wichtige Rest steht hier: (…)

#die LINKE: Hallo Sahra, warum nur, warum?

Wenn ich heute Sahra Wagenknecht wieder einmal direkt anspreche, dann hat dies seinen Grund einzig für mich in der Tatsache, dass ich sie für das wahre Gesicht dieser Partei halte, und dies hat mal gar nichts mit ihrem verdammt guten Aussehen zu tun, sondern einzig mit ihrem Intellekt, den ich noch höher einschätze als ihr Aussehen. Und dieser Beitrag ist kein Lobgesang, sondern ein ehrliches Empfinden.

Der wichtige Rest steht hier: (…)

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