Freies in Wort und Schrift

Lesen gefährdet die Dummheit

Archiv für das Schlagwort “Nahrung”

AlterKnacker`s Presseschau Nr.33

Das chinesische Jahrzehnt ist mit dem Beginn des Jahres so knallhart ausgebrochen, dass es einfach nicht mehr zu übersehen ist. Die chinesische Führung auf Reisen, die Taschen voller Geld. Die Führungen des Westens proben fleißig den Kotau.

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Schluß mit billigen Lebensmitteln

Bundesstatistikamt vermeldet für Dezember 2010: Brot- und Getreideerzeugnisse um 3,6 Prozent billiger. Nur Discounter sehen das irgendwie anders, das mit den 3,6 Prozent.

Fröhliche Weihnachten?

16.12.2010

Gesund essen trotz Hartz IV?

Einkauf planen, selbst kochen

Einkaufsbon
Bildquelle:
(c) Hans-Snoek / Pixelio – http://www.pixelio.de 

(aid) – Essen und Trinken für wenig Geld – das ist gar nicht so einfach. Dennoch: Wer den Einkauf gut plant und selbst kocht, kann sich preiswert und gleichzeitig gesund ernähren. Ein erwachsener Empfänger von Hartz IV, auch Arbeitslosengeld II genannt, soll ab 1. Januar 2011 im Monat 128,46 Euro für Lebensmittel und Getränke erhalten. Bei diesem geringen Budget ist eine gute Organisation gefragt: Die wöchentlichen Prospekte der Supermärkte mit Mengenrabatten und Angeboten sind hilfreich bei der Entscheidung, wo man am günstigsten einkaufen kann. Preiswert sind oftmals heimische Gemüse- und Obstsorten während der Saison und Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln und Getreide, die noch dazu gut sättigen und reichlich Nährstoffe liefern.
Günstige Produkte stehen so gut wie nie in Augenhöhe und werden daher auch „Bückware“ genannt. Deshalb nicht bloß nach Gewohnheit zugreifen, sondern umschauen und Produkte miteinander vergleichen. Am besten vor dem Einkauf einen Speiseplan für die nächste Woche erstellen. So lassen sich überteuerte Spontankäufe vermeiden.
Weitere Tipps, eine Reportage, bei der Hartz-IV-Empfänger über ihre Ernährung berichten sowie die Beurteilung der Regelsätze aus wissenschaftlicher Sicht finden Sie ab sofort in der Rubrik „Gesund essen/Preiswert und gesund essen“.
Heike Kreutz, aid

Wenn ich schon Attribute wie „gut sättigen“ lesen muss, kommt mir als erstes der nicht getrunkene Kaffee hoch. Wie oft esse ich über 3-4 Tage Linseneintopf, den ich koche und bis zum erbrechen verlängere, damit ich auf der einen Seite was Warmes im Bauch habe und auf der anderen Seite bis zum Kotzen spare.

Seit Jahren bekomme ich immer wieder mal Wutanfälle, wenn ich mal wieder Heißhunger auf etwas bekomme und dann genau weiß, dass ich es mir doch nicht leisten kann. Mit Menschenwürde hat es in keiner Weise zu tun, wenn der Mensch es sich einfach nicht mehr erlauben kann, wenigstens einmal im Monat etwas zu kaufen, was außerhalb des äußerst knappen Budgets liegt.

Nur mal so zur Info: Mein Konto weist zum heutigen Tag ein Guthaben von € 0,03 auf, was auf frugale Weihnachten hinweist, nämlich Konserven und Tütensuppen in einseitigster Form. Und ich werde nicht der einzige in diesem Land sein, dass es sich politisch leistet, großen Konzernen und Banken, Reichen und Lobbyisten das Geld nur so hinterher zu schmeißen.

€uro, €uro, €uro – Wachstum für die Wirtschaft, damit sie dann doch nur noch Leute einstellen, die sie billig einkaufen können und durch den Staat alimentieren lassen auf Kosten der Steuerzahler. Und wo bleibt der Mensch in dieser Wachstumshysterie, ganz zu schweigen von der Verfassungstreue der politisch Handelnden?

Geiz ist bei der Nahrung niemals ein guter Ratgeber

Die “Geiz-ist-Geil-Generation” wird umdenken müssen, besonders was Lebensmittel angeht.

Ich kann wohl den Aufschrei schon hören, aber ich bleibe bei dieser Aussage, denn Nahrung und Lebensmittel sind die Grundbedürfnisse des Menschen. Diese Grundbedürfnisse müssen aber auch in ausreichender und qualitativ guter Form vorhanden sein. Die Nahrungsmittel-Industrie hat aber gerade heute im Zusammenspiel mit Chemie vielfältige Möglichkeiten, dem Verbraucher Dinge vorzugaukeln, die so von der Natur niemals vorgesehen waren. Stichwort Klebefleisch und Analogkäse.

Unser Land hat eine große Lebensmitteltradition, nicht so groß wie Frankreich vielleicht, aber dennoch groß genug. Allein wenn ich an die große Brotauswahl denke, die natürlich auch regional bedingt ist, dann komm ich mir oft genug wie im Schlaraffenland vor. Für Reisende durch Deutschland ein echtes Paradies. Nur jetzt stirbt der Bäcker um die Ecke ganz allmählich aus, Backfabriken übernehmen immer mehr und zwar auf Kosten der Qualität. Und dabei geht es noch nicht einmal um die berühmten Frühstücksbrötchen, die aus der Fabrik wie Gummi schmecken, nein, hier geht es um die verschiedenen Brotsorten, die zum Teil verschwinden und zum anderen Teil einfach nicht mehr schmecken, weil Industriefertigung niemals eine solche Individualität zulässt.

Und so geht es mit Fleisch und Wurst weiter. Wer nur noch billig einkaufen will, bekommt halt keine Qualität mehr, die Industrie wird das niemals leisten, geschweige denn die Vielfalt. Aber wir als Verbraucher haben an dieser Entwicklung auch ein groß Teil Schuld, denn wir beschleunigen diesen Prozess. Der Bio-Hype spricht da eine eigene Sprache. Nur auch hier wird schon getrickst, wo es nur geht. Wenn es um neue Einnahmequellen geht, war die Nahrungsmittelindustrie noch nie besonders zimperlich. Nur wenn wir nicht bereit sind, wieder etwas mehr Geld für unsere täglichen Lebensmittel auszugeben, dann steuern wir unweigerlich auf Zustände zu, die man schon jetzt in einem Film wie Soylent Green aus dem Jahr 1973 besichtigen kann. Aber diesen Albtraum wünsche ich nicht mal meinem schlimmsten Feind.

Nach knapp 6 Jahren Hartz IV

Ein Drittel der Deutschen hat nur Geld für billige Nahrung

vor 1 Std. 46 Min.

AFP

Mehr als ein Drittel der Deutschen kann sich nach eigenen Angaben nur Billig-Lebensmittel leisten. 35,9 Prozent der Verbraucher würden zwar gerne Nahrungsprodukte guter Qualität kaufen oder mehr Bionahrung, ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK für die „Apotheken Umschau“. Finanziell sei dies den Haushalten jedoch nicht möglich. Insgesamt achten beim Einkaufen zwei von drei Deutschen (66,8 Prozent) vor allem auf einen günstigen Preis.

Ein Drittel der Deutschen hat nur Geld für billige Nahrung

Günstige Preise beim Lebensmittel-Einkauf seien sowohl Verbrauchern mit niedrigen und mittleren Einkommen wichtig, als auch Haushalten, die monatlich netto über 3000 Euro zur Verfügung hätten, teilte die „Apotheken Umschau“ mit. Von den Verbrauchern mit niedrigerem und mittleren Einkommen schauten 74,4 Prozent auf niedrige Preise. Bei Haushalten mit höheren Einkommen täten dies 48,9 Prozent. Die GfK befragte für die Untersuchung 1942 Verbraucher ab 14 Jahren.

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