Freies in Wort und Schrift

Lesen gefährdet die Dummheit

Archiv für das Schlagwort “Atomprotest”

Mit dem Spucknapf gegen Höllenfeuer

Eine Kernschmelze aufzuhalten ist eigentlich so gut wie unmöglich, wenn man den wirklichen Experten trauen kann. Womit auch? Der Weg des Höllenfeuers ins Erdinnere hat keine Barrieren, man kann nur auf einen natürlichen Stopp hoffen. Alle anderen Bemühungen sind so hoffnungsvoll wie das Ausblasen der Sonne durch pusten. Atomkraft ist nicht beherrschbar, nur will es niemand wahrhaben, dafür ist der Mensch dann doch zu überheblich in seinem Denken, besonders die ganz Schlauen.

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#Fukushima, die Hölle hat sich aufgetan

Seit sieben Tagen kämpfen in Japan die Rettungskräfte gegen eine Macht an, die eigentlich nicht zu bekämpfen ist, denn sie ist nun mal mehr als erheblich stärker als der Mensch. Obwohl ich nicht gerade reichlich mit Sprichwörtern gesegnet bin, fällt mir eines ganz besonders ein: „Wer mit dem Feuer spielt, wird darin umkommen“.

WIR alle, die es zugelassen haben, dass mit dem Element Atom hantiert wird, sind schuldig.

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Lachen mit Castor

Da das Copyright manchmal eine gefährliche Sache sein kann, gibt es hier nur einen Link zur Karikatur.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/foto/_bin/index.php/Berliner%2BZeitung/karikaturen/1

Aus fremdem Blog frisch auf den Tisch

Kernkraft ist billig …

von realasmodis @ 2010-11-06 – 18:23:07

Kernkraft ist billig … oder etwa nicht? Sie ist nur dann billig, wenn man die reinen Produktionskosten für Strom betrachtet und alle anderen Kosten außen vor lässt. Indem man Folge- und Nebenkosten schlichtweg ignoriert. Die taz hat darüber heute einen interessanten Bericht gebracht. Sie beruft sich dabei auf eine bislang unveröffentlichte – da politisch unerwünschte und seitens der Atomwirtschaft zu unangenehmen Ergebnissen führende Studie – die es jetzt (nach Jahren!) doch noch geschafft hat, den Weg ins Internet und damit zur Allgemeinheit zu finden.

Auch Greenpeace hat im Update seiner Atomsubventionsstudie festgestellt, dass die Atomlobby ihre Folge- und Nebenkosten auf die Allgemeinheit abwälzt. Sollte hierzulande so etwas passieren, wie 1979 in Harrisburg oder wie 1986 in Tschernobyl, dann wäre (von den Toten und den armen Teufeln, die die Verstrahlung überleben einmal ganz abgesehen) Deutschland de facto bankrott – weil die Atomlobby nicht für eine hinreichende Versicherung sorgt. Würde sie das tun, dann kostete jede Kilowattstunde 2,70 Euro (nein, KEIN Tippfehler!).

Kernkraft ist wohl nur deswegen so billig, weil man einen ganz beträchtlichen Teil der tatsächlichen Kosten – so um die 90% – bewusst verschweigt und so tut, als existierten die gar nicht. Warum soll man sich auch mit so etwas belasten? Unfälle wie in Harrisburg und Tschernobyl, aufgetreten im Abstand von sieben Jahren, kommen statistisch gesehen nur alle 30.000 Jahre mal vor. Es lebe die Statistik! Oder: Wenn Theorie und Praxis sich mächtig beißen …

Passt gerade hier rein. 1977, während meiner Chemieausbildung (ich werde das nie vergessen!): In Physik sollte ich eine Facharbeit in Form eines umfangreichen Referates inklusive Präsentation zum Thema Kernenergie erarbeiten, Dauer eine Schulstunde lang. Machte ich. Machte Spaß.

Ich setzte mich sehr detailliert mit den Konstruktionsprinzipien von Atomkraftwerken auseinander, angefangen beim simplen Siedewasserreaktor bis hin zum komplexeren schnellen Brüter. Stellte Vor- und Nachteile gegenüber, wies auf das ungelöste Entsorgungsproblem hin. Da waren drei Faktoren, mit denen ich Neuland betrat. Beim Siedewasserreaktor wies ich auf die Gefahr einer Metall-Wasser-Knallgasreaktion für den Fall eines absinkenden Wasserspiegels hin und darauf, dass in einem solchen Fall ein Einfahren der Steuerstäbe unmöglich werden würde. Ein GAU wäre die unvermeidliche Folge. Daran hatte bisher noch keiner gedacht. Die Tschernobyl-Katastrophe sollte knapp zehn Jahre später beweisen, dass ich Recht hatte. Im Referat nahm ich sie vorweg.

Dann waren da meine Erfahrungen aus der Steinbearbeitung. Dreht man Steine in einer Schleiftrommel, dann kommt’s zu Abrieb und die Form der Steine verändert sich. Beim schnellen Brüter traten Kugeln als Atombrennstoff an die Stelle der Steine. Ich wies nach, dass diese Kugelpackung aufgrund des Abriebproblems ihre Form verändern und damit vorzeitig unbrauchbar werden würde. Genau das führte dann ja auch dazu, dass der schnelle Brüter in Kalkar zur teuersten Atomruine Europas wurde.

Und schließlich stellte ich mir vor, dass die Gitter normaler Metalle durch den Dauerbeschuss mit hochenergetischer Strahlung Fehlstellen und folglich Versprödungen ausbilden würden. Genau das reduzierte die projektierte Laufzeit der Atomreaktoren tatsächlich. Alles in allem war es ein eher möglichst neutral verfasstes Referat, das aber keine Probleme verschwieg, sondern vielmehr zur Diskussion stellte. Das war meinerseits auch beabsichtigt worden. Ich arbeitete das Ganze sehr sorgfältig aus und reichte das Manuskript ein. Es wurde mir zurück gegeben. Darunter stand „1+“. Nur – präsentieren durfte ich es nicht. Das war politisch unerwünscht.

Quelle: http://realasmodis.blog.de/2010/11/06/kernkraft-billig-9926286/

Atomdeal – Bitte Mitzeichnen

Reaktorkuppel mit Unterschrift

Um längere Laufzeiten durchzusetzen, will die Bundesregierung das Atomgesetz ohne Zustimmung des Bundesrats ändern. Jetzt muss Bundespräsident Wulff darüber entscheiden. Fordern Sie ihn auf, den verfassungswidrigen Atom-Deal nicht zu unterzeichnen!

Hier mitzeichnen

Die Erben von Daniel Düsentrieb

Sie sind noch kreativer als ihr berühmtes Vorbild und auch wesentlich ‘gesitteter‘ als Familie von und zu Guttenberg.

Satirische Werbung für Castor-Blockade

Schotter-Profis in der dritten Generation

Die Kampagne zum Castor-Protest wird immer kreativer. Jetzt bietet ein vermeintliches Unternehmen im Netz den professionellen Schienenrückbau an. VON Martin Kaul

Kreatives Unternehmertum: Webseite von Schotter & Söhne. Foto: Screenshot

BERLIN taz | „Maßgeschneiderte Lösungen rund um die Schiene“ – das soll die Spezialität einer Firma im niedersächsischen Wendland sein, die seit kurzem im Netz anschaulich für ihre Kompetenzen wirbt: Die „Schotter & Söhne GmbH“, eine Fachwerkstatt für „Abbruch, Rückbau und Recycling“ will bei den Protesten gegen den Castor-Transport nach Gorleben Anfang November tatkräftig mitmischen.

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Hier der Link zur ‘neuen Firma’: http://schotterundsoehne.wordpress.com/

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