Freies in Wort und Schrift

Lesen gefährdet die Dummheit

Was wäret Ihr ohne uns? – Nur ein Beispiel von vielen?

ARD – Kontraste 08.04.2010

Obdachlose. Das große Elend zeigt sich v.a. in den Städten. Wie hier in Berlin haben Tausende kein Dach über dem Kopf. Wie gut, dass es gemeinnützige Organisationen gibt, wie zum Beispiel die Treberhilfe. Mit einem Wohnmobil versorgt sie scheinbar selbstlos die Bedürftigen. Doch mit der Armut der einen, machen andere das große Geschäft – wie der Gründer der Treberhilfe, Harald Ehlert. An seinem Image des barmherziger Machers hat er lange gearbeitet.

Er weiß, wo das Geld zu holen ist bis vor kurzem sprach er das noch ganz offen aus:
„Der Sozialstaat der Bundesrepublik Deutschland, der ständig in der Debatte ist, ist keine Bakschischveranstaltung. Da geht es nicht um drei Euro Spenden, da geht es um 190 Milliarden Euro.

190 Milliarden Euro werden jährlich in Deutschland für Bedürftige ausgegeben. Von diesem Kuchen bekommt auch die Treberhilfe etwas ab. Erwirtschaftet diese gemeinnützige GmbH allerdings Profite, müssten diese wieder in soziale Projekte fließen. Aber keiner kontrolliert das. Die Überschüsse der Treberhilfe wurden hier investiert wurden: 600.000 Euro für diese Pavillons, 250.000 für das Bootshaus, 75.000 Euro allein für ein neues Badezimmer.

Der Chef persönlich erzielte im letzten Jahr ein Einkommen von 435.000 Euro. Mehr als die Bundeskanzlerin verdient.

Sein letzter Dienstwagen – ein Maserati für 152.000 Euro! Entsprechend gigantisch ist auch der Fuhrpark der Treberhilfe. Projektleiter und andere Betreuer fahren gerne etwas sportlich. Die Kosten der Fahrzeugflotte – fast eine Million Euro. Alles bezahlt von Steuergeldern. Für Harald Ehlert war dies bislang selbstverständlich.

Harald Ehlert, Januar 2010
„Es kann nicht sein, dass es peinlich ist, wenn wir auf der einen Seite Armut beenden und uns dann vorgeworfen wird, wir würden aus Armut Kapital schlagen.
http://www.rbb-online.de/kontraste/ar…

Weitere Informationen:
Hans-Harald Ehlert (* 24. April 1962 in Detmold) war in der 14. Wahlperiode von 1999 bis 2001 für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

Ehlert studierte nach dem 1980 abgelegten Abitur von 1981 bis 1985 Erziehungswissenschaften an der TU Berlin. Nach dem Abschluss als Diplom-Pädagoge war er bis 1991 Lehrbeauftragter an der TU Berlin. Nebenbei studierte er bis 1988 Rechtswissenschaften an der FU Berlin und leitete von 1986 bis 1990 ein Jugendfreizeitheim. Von 1990 bis 2010 war Ehlert Geschäftsführer der Treberhilfe e.V., die wegen seines Geschäftsgebahren (u.a. Maserati als Dienstwagen und einem Geschäftsführergehalt von mehr 350.000 EUR im Jahr) den Subventionsanspruch verlor und aus dem Paritätischen Wohlfahrtsverband ausgeschlossen wurde. Die Berliner Diakonie hat deswegen Strafanzeige gegen ihn erstattet.

Ehlert, der seit 1991 der SPD angehört, war von November 1999 bis 2001 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, in das er über die Bezirksliste Schöneberg gewählt wurde. Die Wahlperiode wurde durch Auflösung des Abgeordnetenhauses im Zuge der Berliner Bankenaffäre vorzeitig beendet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Har…

 

Vom Obdachlosen zum Millionär

Beitrag von Bürgender

Im Nachrichtenüberblick zum Thema “Obdachlosigkeit” findet man im Magazin Spiegel Online die Information, dass derzeit etwa 400’000 Menschen in Deutschland Platte machen, also kein festes Dach über dem Kopf haben. Weiter steht dort, dass viele Kommunen aus Sorge um ihr Stadtbild die Obdachlosen gerne in Randgebiete abschieben würden, dafür aber die finanziellen Mittel fehlten. Finanzielle Mittel? Wo wir schon beim Thema sind: Zwischen Oktober 2008 und Oktober 2010 genehmigte die Europäische Kommission nach eigenen Angaben Hilfen der 27 Mitgliedstaaten für den Finanzsektor im Umfang von rund 4,6 Billionen Euro. Deutschland liegt hier mit einer Summe von 592 Mrd. Euro auf dem vierten Platz.

Gäbe es keine Bankenkrise und wäre das Geld nicht in den Finanzsektor, sondern in den Obdachlosensektor gepulvert worden, dürften wir uns nun über 400’000 Neumillionäre in unserem schönen Land freuen. Denn jeder einzelne aller Obdachlosen im gesamten Bundesgebiet hätte eine Gutschrift von 1,48 Millionen Euro auf sein nicht vorhandenes Bankkonto erhalten. So viel vorweg.

5’000 Euro pro Stunde

Dass die Vorstandschefs der DAX-Konzerne Jahr für Jahr trotz Krise und Finanz-Scherbenhaufen einen Haufen Geld verdienen, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Der Top-Verdiener heißt hier Josef Ackermann mit einem durchschnittlichen “Stundenlohn” von 5’000 Euro.

Nehmen wir die Jahreseinkommen der zehn Top-Verdiener aus diesem Bereich im Krisenjahr 2009, so kommen wir auf ein stolzes Sümmchen von insgesamt 61,409 Millionen Euro (Dieter Zetsche, Daimler 4,342 Millionen Euro; Frank Appel, Deutsche Post 4,438 Millionen Euro; Wulf H. Bernotat, E.on 4,465 Millionen Euro; Michael Diekmann, Allianz 4,821 Millionen Euro; Wolfgang Reitzle, Linde 6,2 Millionen Euro; Martin Winterkorn, Volkswagen 6,6 Millionen Euro; Leó Apotheker, SAP 6,7 Millionen Euro; Peter Löscher, Siemens 7,119 Millionen Euro; Jürgen Großmann, RWE 7,162 Millionen Euro und Josef Ackermann, Deutsche Bank 9,552 Millionen Euro).

Würden wir diese Extremverdiener im Zuge eines “Sparprogramms” ihrer Ämter entheben und das so gesparte Geld unter allen in Köln lebenden Obdachlosen verteilen, so dürfte sich jeder einzelne der etwa 7’200 dortigen Stadtstreicher über ein monatliches Einkommen von 710,75 Euro freuen.

Spaß beiseite…

Mehr erfahren:

http://www.gegenfrage.com/vom-obdachlosen-zum-millionar/


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