Freies in Wort und Schrift

Lesen gefährdet die Dummheit

Ulla, gib mich mal fünf Euro

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen verteilt Trinkgelder

Fünf Euro Regelsatzerhöhung,  das mutet sehr generös an. Was früher gerade mal einem Trinkgeld in Luxushotels gleichkam, soll heute Menschen am Rande der lobbyisierten Gesellschaft in sozialer Sicherheit wähnen. Nein, fünf Euro im Monat sind kein schwerwiegender Faktor und daher für zu leicht befunden.

Beim Stöbern im Internet rutschte ich auf nachfolgender Satzkonstruktion so derbe aus, daß mir mein geistiger Allerwertester jetzt noch „Autsch“ signalisiert:

Es gibt da keinen direkten Zusammenhang.

Steht etwas oder jemand in keinem direkten Zusammhang, so schliesst dies keinesfalls eine indirekte Verbindung aus. Ansonsten hieße es:

„Es gibt da keinen Zusammenhang.“

Ergo bedeutet die Ansage aus dem Bundesfinanzministerium gegenüber dem Zeitungsmedium Express.de im Klartext:

Die neuen Berechnungen der Hartz IV Regelsätze fussen auf bereits im Jahre 2008 angesetzte Werte. Für Alleinstehende 364 Euro im Jahr. Um den Steigerungswert von fünf Euro der Bevölkerung aufgrund einer in 2010 verkündeten Neuberechnung glaubhaft zu vermitteln, beschieden Wort- und Rechenkünstler im Bundesfinanzministerium diese folgenschwere Satzkonstruktion:

Es gibt da keinen direkten Zusammenhang.

Nun ist das gemeine Volk bekannterweise dumm und frech. Dumm, weil es sich keinen Bären aufbinden lässt. Frech, weil es unverschämter Weise des Lesens und Denkens mächtig ist. In diesem Zusammenhang, der in direkter Verbindung steht, erfährt PISA eine für die Politik wundersame Umkehrung der Vorzeichen.

Leyensche Leitplanken

Im aktuellen ZDF heute journal äusserte sich Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen indirekt und keinesfalls in Zusammenhang stehend zum Five-Euro-Deal.

Zitat:
…. Dieses Existenzminimum ist berechnet an den Leitplanken die das Bundesverfassungsgericht vorgegeben hat ….

Eines ist sicher. An diesen Leyenschen Leitplanken holen sich abertausende von Menschen derbe Blessuren. Weniger im Gesicht, viel mehr wird das einstige Vertrauen in die Staatsrechtlichkeit ordentlich zertrümmert. So funktioniert Kernspaltung auf politischer Ebene und erzeugt ein mächtiges BUM BADA BUM!

Von der Leyen drückte sich um die Beantwortung der Frage, was die fünf Euro den Menschen real an einer spürbaren Verbesserung ihrer Existenzlage bringen sollen. Diese doppelverdienende Bundesarbeitsministerin plättete die Moderatorin auf ihre bekannte „Gisela-Schlüter-Methode“: Zu Tode quasseln und möglichst am Thema vorbei.

Ja, watt is denn jetze mit dem Bakschisch?

Für Kleingeld ist die Opposition nicht zu haben. Kein Wunder, verfügen Mitglieder der Partei „Die GRÜNEN/Bündnis90“  über recht ordentliche Einkommen. Scheitert das gesetzliche Begehren einer gesellschaftspolitischen Minderheit im Bundesrat, kann sich von der Leyen bequem zurücklehnen. „Die Grünen, Roten und Linken haben Schuld, wenn die armen Menschen kein Bakschisch in 2011 bekommen.“

Dumm gelaufen, das mit den fünf Euro.

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5 Gedanken zu „Ulla, gib mich mal fünf Euro

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