Freies in Wort und Schrift

Lesen gefährdet die Dummheit

HRE und Hartz IV, das Gemeinsame und das Trennende

Das Gemeinsame an dieser Kontroverse ist erst mal der Steuerzahler, der beide Begriffe alimentieren muss. Über die Höhe der Alimentierung schweige ich jetzt wohlweislich, sonst müsste ich nämlich meine gute Kinderstube vergessen. Aber es kann ja nachgelesen werden.

Weitere Vorstände wollen offenbar Krisenbank HRE verlassen

(AFP) – Vor 3 Stunden

Berlin — Der personelle Aderlass bei der verstaatlichten Krisenbank Hypo Real Estate geht offenbar weiter: Wie die „Welt am Sonntag“ aus Finanzkreisen erfuhr, werden zwei Vorstände das Münchner Finanzinstitut schon bald verlassen – mit einem Anspruch auf üppige Pensionszahlungen. Kapitalmarktvorstand Kai Wilhelm Franzmeyer und der für interne Abläufe verantwortliche Frank Krings hätten ihren Abgang angekündigt, sobald die Abspaltung der Abwicklungsbank – der sogenannten Bad Bank – im Herbst vollzogen sei, heißt es demnach im Umfeld der HRE.

Laut der Zeitung ließen sich beide Vorstände von Aufsichtsratschef Bernd Thiemann bereits im Frühjahr dieses Jahres fest zusichern, den Konzern dann verlassen zu dürfen. Die Bad Bank soll bis spätestens zum Jahresende stehen. Ursprünglich hätten die beiden Manager die Hypo Real Estate bereits im März verlassen wollen, als der damalige Vorstandschef Axel Wieandt abtrat. Aufsichtsratschef Thiemann habe dann aber die Vorstände dazu bewegen können, ihren Vertrag zu erfüllen, bis die Bank aufgespalten sei.

Der Abschied der Manager werde voraussichtlich mit erheblichen Zahlungen verbunden sein, heißt es in dem Bericht. Beide Banker könnten darauf zählen, bisher gestundete Bonuszahlungen von jeweils 325.000 Euro ausgezahlt zu bekommen. Dazu kämen die Pensionszahlungen, die ähnlich großzügig ausfielen wie beim öffentlich kritisierten Vorstandschef Axel Wieandt. Wieandt hatte die Bank im März 2010 verlassen. Ihm steht dem Bericht zufolge eine jährliche Pension von 240.000 Euro zu. Diese Regelung war von Politikern parteiübergreifend scharf kritisiert worden.

Auch bei Franzmeyer und Krings reiche nach Angaben im Geschäftsbericht bereits ein Jahr im Vorstand, um die Ansprüche dauerhaft zu sichern – eine in der Branche eher ungewöhnliche Regelung. Beide Manager erhalten nach Berechnungen der Zeitung ab ihrem 60. Lebensjahr jeweils 186.000 Euro jährlich.

(Quelle: Hier)

Jetzt fehlt natürlich noch Hartz IV, dass ja an diesem Wochenende neu ausgekaspert werden soll. Dafür soll mein erster Beitrag von gestern herhalten und dieser Artikel aus der WELT.

Hier lesen

Wenn man diese Kontoverse gegenüber stellt, kommt man nicht umhin, leisen Neid zu verspüren, denn als Transferempfänger (Hartz IV) hat man bisher immer noch an einen Rechtsstaat geglaubt.

Advertisements

Einzelbeitrag-Navigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: